Im Banne des Königs der Berge “DEM GROSSGLOCKNER”

Wenn Sie schon immer hoch hinaus wollten und auch eine gewisse Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen, sind Sie bei dieser anspruchsvollen Lamatrekkingtour, im Banne des Großglockners, dem höchsten Berg Österreichs, 3.798 m – dem “König” der Ostalpen, richtig! Hier heißt Urlaub noch Energie tanken, Erholung finden und die Natur genießen.

 

1. Tag:

Das Lucknerhaus in Kals liegt auf rund 1.980 m Seehöhe. Von hier führt eine konditionell anspruchsvolle Wanderung zum Peischlachtörl auf 2.500 m. Für Teilnehmer mit ausreichend Kondition und bei passendem Wetter besteht die Möglichkeit das Böse Weibele (3.119m) zu besteigen. Anschließend geht es wieder hinunter zum Peischlachtörl. Von dort führt einer der schönsten Steige in Richtung Heiligenblut, vorbei am Hohenbichl hinauf zur Glorerhütte auf 2.651m. In diesem Bereich ist nicht selten der Bartgeier zu sehen, der an den spitzen Flügeln und der rötlichen Färbung an Kopf, Brust und Bauch erkennbar ist. Der Bartgeier hat sich auf das Verzehren von Knochen spezialisiert. Mit seinem besonders saurem Magensaft (pH = 1) kann er Knochen vollständig verdauen. Knochen erscheinen auf den ersten Blick wenig nahrhaft zu sein, bezüglich des Energiegehalts ist die gleiche Masse an Knochen dem Muskelfleisch jedoch überlegen. Sogar Rinderwirbel und Knochen bis zu einer Länge von 25 cm kann der Bartgeier als Ganzes verschlucken und verdauen. Größere Knochen wirft er im Flug aus einer Höhe von 20 m bis 150 m auf felsiges Gelände (so genannte Knochenschmieden) ab, auf dem sie zersplittern. Die Bruchstücke werden dann verzehrt.

 

2. Tag:

Nach einem gemütlichen Frühstück besteigen wir zum Aufwärmen das Kasteneck, ca. 170 Höhenmeter Hütte – Gipfel. Nach dem Abstieg zur Glorerhütte beladen wir die Lamas, steigen über die Pfortscharte in Richtung Ködnitzkees. Von dort geht es hinauf zur Stüdlhütte, ein wichtiges Stück Alpingeschichte: Die Hütte ließ der Prager Kaufmann Johann Stüdl 1868 errichten, damit Bergtouristen einen guten Ausgangspunkt für Großglocknerbesteigungen von der Tiroler Seite hatten. Die Stüdlhütte wurde mehrfach erweitert und umgebaut. Ihr gegenwärtiges Äußeres verdankt sie modernstem Wissen über optimale Energienutzung. Von der Stüdlhütte geht es hinunter zur Lucknerhütte in der wir die 2. Nacht verbringen.

 

3. Tag:

Von der Lucknerhütte steigen wir zum Lucknerhaus ab, um von dort über die Greiwiesen auf das Figerhorn zu gelangen. Der Ausblick vom Figerhorn auf die unzähligen Dreitausender kann mit einfachen Worten nicht beschrieben werden. Das sollte jeder Europäer/In einmal im Leben gesehen haben! Nach diesem beeindruckenden optischen Gipfelreigen geht es wieder hinunter zum Lucknerhaus, dem Ausgangspunkt unserer dreitägigen Lamatrekkingtour im Banne des Königs der Berge.

 

Die Kosten für dieses Erlebnis belaufen sich inklusive Führung, Lamas.

bei 7 Personen
Euro 210.–/Person
bei 6 Personen
Euro 230.–/Person
bei 5 Personen
Euro 270.–/Person
bei 4 Personen
Euro 310.–/Person
bei 3 Personen
Euro 400.–/Person
bei 2 Personen
Euro 520.–/Person
bei 1 Person
Euro 990.–

Die Halbpension auf den Hütten kostet pro Person ca. € 35.–. Zimmer – wenn noch frei gegen Aufzahlung erhältlich.

Begleitet von den gutmütigen und intelligenten Lamas, die Ihr Gepäck tragen, und mir können Sie diese einmalige Bergwelt unbeschwert (den selbsttragenden Rucksack gibt es leider noch nicht) erleben. Lamas sind hervorragende Begleit- und Tragtiere. Nach einer kurzen Einweisung ist die Scheu vor diesen Tieren schnell abgelegt. Die großen neugierigen Lamaaugen, ihr kuscheliges Fell und ihr gutmütiges Verhalten erwecken ein Gefühl von Sicherheit und die Angst vor diesen großen Tieren ist bald vergessen.

 

Weitere Informationen

Es gibt nur wenige Dreitausender die so einfach zu erwandern sind. Es gibt kaum eine Stelle wo man „abkugeln“ kann. Ganz ungefährlich ist das „Böse Weibl“ aber trotzdem nicht, es kann seinem Namen durchaus alle Ehre machen. Ein plötzlich auftretendes Gewitter oder ein „schneidiger Schneesturm“ mitten im Sommer ist auf diesem Berg in keiner Weise lustig aber durchaus möglich . Ausreichend Bekleidung gegen Kälte und Nässe im Rucksack sind unbedingt notwendig.

Bei guten Verhältnissen ist der Aufstieg aber ein Traum. Der Rundblick beim Gipfelkreuz ist gewaltig. Besonders hin zum nahen Großglockner.

Sanfte Almböden, der frische Bergwind auf Jöchern und Gipfeln, landschaftlich reizvolle Wanderwege, mit etwas Glück Murmeltiere, Gemsen und Steinadler erspähen, die Kühle und Stille des Waldes, die Flugspiele der Bussarde, rauschende Gebirgsbäche, den Durst an einer kristallklaren Quelle löschen und und und……., machen es leicht den Alltag abzustreifen und Freiheit zu erleben!

Auf der Glorerhütte wird das Gefühl einen Dreitausender gemacht zu haben, noch einige Zeit nachwirken.

Betreffend „Lamas spucken“ möchte ich einen Teilnehmer an der wahrscheinlich längsten Lamatrekkingtour Europas, von Lienz nach Mariazell zitieren : “ Ein tolles Abenteuer ist leider zu Ende, der Abschied von meinem Lama fällt mir sehr schwer!“

Damit einer tollen Lamatrekkingtour nichts im Wege steht, nachstehend noch ein paar Informationen zur Ausrüstung: Der Schlüssel zum Wohlbefinden beim Trekken liegt im Schichtensystem (z.B.: 2 dünne Pullover sind besser als eine dicker Pulli oder Anorak) um ein Optimum an Wärme, Ventilation und Wetterschutz zu bekommen. Gegen Blasen an den Füßen eignet sich Hirschtalgcreme. Auch Blasenpflaster als einfache und hilfreiche Soforthilfe empfehle ich mitzunehmen. Die beste Vorsorge gegen Blasen ist, die Bergschuhe vorher öfter anzuziehen, um die Füße an die eher ungewohnten Bergschuhe zu gewöhnen.

 

Ich empfehle folgende Ausrüstungsgegenstände:

  • Stabile hohe Trekkingschuhe, eingelaufen
  • Sonnenbrille
  • Wasserflasche oder Thermosflasche
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Handschuhe
  • 3 T-Shirt
  • Wollmütze
  • Sonnencreme
  • Anorak
  • max 3x Jause
  • Zahnbürste, -pasta, Lippenschutz
  • Bequeme Wanderhose
  • Taschenmesser
  • Regenhose (oder Regenponcho)
  • Fotoutensilien
  • 5 Paar Socken
  • Hüttenpatschen (Turnschuhe,….)
  • 3 Hemden oder Blusen
  • Hut oder Schirmmütze
  • 4 Unterhosen
  • 4 Unterleiberl

 

Ich empfehle diverse Ausrüstungsgegenstände (Reservewäsche, Socken usw.) zuerst in Plastikbeutel (z.B. Müllsackerl) einzuwickeln und dann in den Rucksack zu packen – oft sind die Rucksäcke nicht wasserdicht und die Ausrüstung wird bei einem Regenguss nass. Rucksäcke bis max. 9 kg/Person tragen die Lamas – bitte daher nicht mehr an Ausrüstung mitzunehmen – weiteres Gepäck ist selber zu tragen. Sollten noch Fragen offen sein, bin ich jederzeit erreichbar.

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